Florian Klenk über Hunde und journalistische Werte

Vor ein wenig mehr als zehn Jahren, 1998, bin ich, so wie Sie bei einer Abschlussfeier gesessen und habe mein Diplom erhalten. Ich habe mir So
rgen um meine berufliche Zukunft gemacht, ich wurde verunsichert durch Freunde, Studienkollegen und Familienmitglieder, die mir rieten, doch
einen g ́scheiten Beruf zu erlernen, Wirtschaftsanwalt, da könne ich mir schöne genagelte Schuhe und viele Anzüge kaufen und vielleicht sogar
eine Jacht. Zeitungsschreiber, das war ihre Überzeugung, ist kein g ́scheiter Beruf. Zeitungsschreiber das waren doch diese Menschen, die zu Omas rundem Geburtstag kamen und ein Foto wollten und am nächsten Tag bei Mord und Totschlag einem die Türe im Dorf einrennten und allen Respekt fahren ließen. Auf jeden Fall waren es brutale, etwas schleimige Lügner, diese
Journalisten. Wir rangieren in der Gunst der Bevölkerung ganz unten. Und bei vielen Kollegen sage ich: das hat einen guten Grund. Ich hoffe, dass Sie Ihre Familie eines Besseren belehren können. Ich trage jetzt auch Anzüge, aber nur, wenn ich will. Und meine Schuhe könnte ich mir nageln lassen, das will ich aber nicht. Manchmal darf ich auch ins Fernsehen. Sogar ins richtige, in den ORF. Die Oma ist stolz.

Warum spreche ausgerechnet ich hier zu Ihnen? Ich hoffe, dass ich Ihnen ein wenig von dem, was ich in den letzten zehn, fünfzehn Jahren im Journalismus gelernt, beobachtet, schätzen und verachten gelernt habe, auf den Weg geben kann. Ich will, dass ihre Eltern, die hier sitzen auch stolz auf sie sein können. Und zwar nicht, weil sie genagelte Schuhe tragen. Sondern weil sie
aufrechte, investigative Journalisten geworden sind. Kontrolleure der Mächtigen, Kritiker der Staatsgewalt. Faire, gewissenhafte, nur der Wahrheit verpflichtete Publizisten, die sich nicht vereinnahmen oder gar kaufen lassen. Ob das der richtige Weg ist, oder ob es nicht doch besser ist Lobbyist oder PR-Berater zu werden, kann ich nicht mit Gewissheit sagen. Wenn ich mir so
anschaue, was Lobbyisten dieser Tage steuerfreiverdienen, dann fange ich ja schon wieder zu bereuen an.

Lassen Sie sich nicht verunsichern. Journalist zu sein, das bedeutet eine Freude und ein erfülltes Leben. Damit sie diese Freude spüren, müssen wir ein paar unverrückbare Wahrheiten in dieser Branche richtig stellen, die man ihnen gewiss auch eingetrichtert hat.

Die erste lautet:
Es gibt keine gut bezahlten Jobs mehr in der Medienbranche.

Stimmt nicht. Sie verdienen hier mehr, als in vielen anderen Berufen. Sie müssen sich nur entsprechend anstrengen. Leider habe ich die Erfahrung, dass das bei vielen Absolventen von Journalistenschulen nicht der Fall
ist. Die österreichische Raunzerei ergreift schnell Besitz von einem. Hüten Sie sich davor. Wenn Sie Besonderesleisten, bekommen Sie bald schon einen Job.

Die zweite Wahrheit lautet:
Die Medien müssten an allen Ecken und Enden sparen.

Stimmt zum Teil. Aber wenn Sie gute Ideen für Geschichten haben, macht jeder Chefredakteur seine Börse auf und schickt Sie in die weite Welt. Zumindest, wenn Sie ihn lange genug nerven. Das kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung als Ressortleiter und als Journalist bestätigen. Ich durfte
so viel reisen und erkunden, wie ich mir nieerträumt hätte. Die dritte Wahrheit lautet: Qualitätsjournalismus lohnesich finanziell nicht. 
Stimmt auch nicht, erstens können viele Journalistenpreise gewinnen und
ihrem Chef ein höheres Gehalt abpressen. Und wenn er es Ihnen gibt, so wie mir, dann nur deshalb, weil Sie mitinvestigativen Storys die Auflage steigern, es lohnt sich.

Die vierte und übelste Wahrheit lautet: Im Seichten könne man nicht untergehen.

Ich glaube es war der Österreicher Thoma von RTL, der dieses wunderbaren
Satz geprägt hat. Er ist falsch. In einer von Agenturmeldung getriebe
nen Medienwelt, in der jeder bloggt, twittert und facebookt, spüre ich ein Bedürfnis der kritisch en Öffentlichkeit nach Analyse, Enthüllung und Meinung. Die sogenannten Reader-Scans, die bei der ZEIT gemacht wurden, zeigten, dass Leser vor allem zwei Genres schätzten: die langen Dossiers und die langen Leitartikel.

Wir könnten jetzt natürlich sudern, wie Alfred Gusenbauer es nennen würde, über die hochkonzentrierte Medienwirtschaft, die alle Medien unter einem Dach versammelt. Über die Boulevardisierung, die kaum noch Platz für seriöse Debatten lässt. Über die Vermischung von Anzeigen und redaktionellem Inhalt, meiner Meinung nach der größte Sündenfall, den ein Medium begehen kann. Über die große Ehrerbietung gegenüber Hans Dichands Kronenzeitung und so weiter. Wir könnten all das mit den Worten Thomas Bernhards zusammenfassen, der sinngemäß meinte, die beste österreichische Zeitung sei die NZZ. Er hat natürlich Unrecht, die beste ist die Süddeutsche.

Ja: Die österreichischen Medien stecken in einer Krise. Wir klopfen uns auf die Schultern, während die Redaktionen kaputt gespart werden. Wir haben, vor allem wenn wir uns mit Deutschland vergleichen, eine ähnliche Lage wie im Fußball zu bedauern. Wir glauben, die besten zu sein. Aber in Wahrheit lachen uns die Nachbarn aus, wenn sie uns sehen. Und das meistens zu recht. Mit der Größe unseres Landes – siehe Schweiz – hat es nichts zu tun. Es sind historische Gründe, die wir hier aber nicht diskutieren können. Nach dem zweiten Weltkrieg, so bemerkte einmal Heribert Riehl-Heise, der große Journalist der SZ, sind in Österreich eben nicht nur die besten Journalisten
ermordet worden, sondern auch die Leser.

Wie können Sie die Medienlandschaft verändern? Ich glaube, dass wir uns in Zeiten des Jedermann-Journalismus und des Shareholder-Journalismus, in Zeiten des Zeitungssterbens, auf gute alte journalistische Traditionen zurückbesinnen müssen. Es geht um Ausbildung. Es geht darum, dass sich Journalisten nicht mehr selbst rekrutieren und in den Redaktionen sozialisieren. Sondern dass der Beruf als Handwerk verstanden wird. Es hat ethische und es hat handwerkliche Facetten. Es geht darum, dass wir Geschichten ganz neu erzählen. Dass wir den ganz normalen Alltag enthüllen. Dass wir aus der Masse der Fakten, die wichtigsten aussieben und originell und kreativ präsentieren.

Wir müssen uns in einer unübersichtlichen Welt, die von wachsender Korruption, Abbau staatlicher Verantwortung und white-collar-Kriminalität geprägt ist, wieder trauen, in tiefe Gewässer zu springen, hinabzutauchen zu den wirklich wichtigen Gründen. Wir müssen, um die Wasser-Metapher weiter zu strapazieren, zu neuen Ufern aufbrechen. Und vor allem müssen wir die
ureigenste Funktion des Journalismus wieder entdecken: die Kontrolle!

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechteurteilte einmal: die Presse sei der „Wachhund der Demokratie“. Wachhunde sind sehr intelligente Hunde: Sie schlagen nur dann an, wenn Gefahr droht. Sie sind bissig, aber nicht verbissen. Die Presse ist der Spürhund der Demokratie. Sie muss
Fährten aufnehmen, nicht locker lassen, der richtigen Spur folgen lernen. Den Wach- und Spürhunden stehen leider viele Schoßhund-Journalisten gegenüber. Schoßhunde schnüren am Rockzipfel der Mächtigen, wedeln und
jaulen. Am Schoß ihres Herrchens fühlen sie sich am wohlsten, sie wollen gestreichelt und herumgetragen werden. Sie sind klein, bequem. Manchmal auch hässlich und fett – sie dürfen ein kleines Häufchen machen, aber das verzeiht man ihnen gern.

Und noch eine Kategorie gibt es: die Straßenköter. Räudig, irgendwie zerzaust – und vor allem orientierungslos. Auch die gibt es in der Branche.
Erinnern wir uns nur an die Fälle Kampusch oder Fritzl; als Journalisten wie Affen in den Bäumen hingen und glaubten, das habe etwas mit Pressefreiheit zu tun. Ich habe Sorge, dass es noch immer zu viele Schoßhunde und Straßenköter in unserer Branche gibt. Orientierungslose Kollegen, die unter Aufdeckungsjournalismus das Aufdecken von Bettdecken verstehen. Wie kommen wir aus dieser Orientierungslosigkeit heraus?

Wir benötigen, so wie alle, die sich verirren, einen Kompass, einen Wertekompass, ein kleines unsichtbares inneres Gerät. Er hilft in vielen Lagen: wenn Sie alleine vor dem Computer sitzen und schreiben, wenn der Chef im Büro steht und Unanständiges will, wenn ein Politiker oder ein Machthaber auf Ihre Schulter klopft oder Sie konstant duzt. Welche Werte verzeichnen wir auf dem Kompass? Ich plädiere für vier Himmelsrichtungen, vier alte journalistische Werte, vier Gebote:
Die Distanz
Die Neugier
Die Fairness
Die Spezialisierung
Die Distanz.

Sie ist die schwierigste Herausforderung – für uns alle. 90 Prozent der Information wird direkt auf den Weg geschickt, sie bekommt meist einen Drall,
einen Spin. Es gibt mittlerweile eine Werbe-und PR- Industrie, PR-Agenten, Pressesprecher, Behördensprecher und so weiter, die ihr Handwerk perfekt beherrschen und unsere Hirne vernebeln. Kein Wunder, die großen PR-Unternehmen werben die besten Journalisten ab. Sie wissen wie das Geschäft funktioniert. Diese Leute werden Sie dann „Medienpartner“ nennen. Weisen Sie diese Anrede zurück. Sie sind keine Partner. Sie sind Kritiker. Verstehen Sie sich wie Theaterkritiker. Die würden sich auch nie auf die
Bühne stellen. Sie werden merken, dass Sie schon in kürzester Zeit von diesen PR-Leuten eingesponnen werden. Man wird Sie loben, ihnen ein angeblich geheimes Papierchen zustecken, Sie zu exklusiven Abenden und Feiern einladen, Sie auf Reisen mitnehmen und ihnen unmoralische Deals anbieten, Anzeigen gegen wohlfeile Berichterstattung etwa. Man nennt es das „Schmiergeld namens Nähe“. Hüten Sie sich stets davor. Bleiben Sie per Sie. Nehmen Sie nichts. Natürlich, in dosiertem Maße ist Nähe auch notw
endig, sonst erfahren Sie nichts, sonst können Sie nicht analysieren. Wer nie mit einem Politiker verreist ist, wird ihn nicht gut porträtieren oder verstehen können. Wer nie mit einem Polizisten oder einem Caritas-Berater durch ein Asylheimspaziert ist, wird nicht wissen, was dort los ist. Eine gewisse Verflechtung mit dem Gegenüber ist notwendig, sonst werden Sie nichts erfahren. Verlassen Sie ihren Schreibtisch, so oft es geht. Schnüren Sie herum wie ein Fuchs im Wald. Aber hüten Sie sich vor der Verfilzung. Sie kommen
da nicht mehr heraus. Im schlimmsten Fallenden Sie damit, dass Ihnen ein Bundeskanzler einen Brief schreibt und Sie Onkel nennt.

Die Neugier.

In der SZ stand ein schöner Satz: Es gibt bei den Philosophen wie auch bei den Journalisten Igel und Füchse gibt. Die Igel, das sind jene, die eine große Sache wissen, die immer schon eine Meinung haben. Diese Leute behaupten: wer recherchiert sei meinungsschwach. Ich will die Igel hier nicht verspotten, aber als Journalist langweilen Sie mich meist. Denn Sie erleben nicht viel, Sie
kommen nicht viel herum. Anders die Füchse. Sie erkunden viele Wahrheiten. Sie streichen durch die Welt, Sie beschnuppern die Realität. Sie schnüren
mal da mal dort – aber hoffentlich nicht am Rockzipfel der Mächtigen. Sie stellen Fragen: mal naiv, mal investigativ. Sie versuchen Widersprüche aufzuspüren, Gegensätze. Sie schlüpfen in die Höhlen der Gesellschaft, weil Sie wissen wollen, wie es darin aussieht. Wenn Sie dies tun, werden Sie Erfolg haben. Ich bitte Sie, werden Sie eher zu Füchsen und sprechen Sie mit den Igeln.

Die Fairness.

Sie ist die wichtigste Tugend. Es wird Ihnen oft unterkommen, dass Sie als Journalist von irgendwem schlecht behandelt werden. Sie werden auf Geschichten stoßen, die auf den ersten Blick ganz klar erscheinen: hier der Bösewicht - da das Opfer. Es wird vorkommen, dass Sie in der Herde der Journalisten mitlaufen und vielleicht mitblöken. Wir Journalisten sind ja entsetzliche Herdentiere. Vergessen Sie aber nie, dass Sie stets über Menschen schreiben. Dass ein falsches Wort eine Karriere, ja ein Leben vernichten kann. Sprechen Sie mit jenen, über die Sie schreiben. Lassen Sie sie zu Wort kommen. Schützen Sie auch manche Leute vor sich selbst. Führen Sie niemanden vor, nur weil er medial unerfahren ist. Üben Sie sich nicht in Zynismus gegenüber den kleinen Leuten, wie wir das aus Spira-Reportagen oder der Barbara-Karlich Show kennen. Der Zynismus, der manche Journalisten antreibt, ist die hässlichste Sünde. Sozial pornografie und Sozialreportage haben miteinander nichts zu tun.

Die Spezialisierung.

Das ist natürlich eine besonders verwegene Forderung. Denn die Medienmanager und Content-Manager, wie man Verleger neuerdings nennt, wolle n eher Allrounder. Und bis zu einem gewissen Grad, müssen Sie ja wirklich ständig Neues erarbeiten können. Doch hüten Sie sich davor, ein
Trommeläffchen zu werden. Den Begriff hat Heribert Prantl geprägt, der Politikchef der Süddeutschen Zeitung. Trommeläffchen sind Äffchen, die alles gleichzeitig können. Sie sollen filmen, Radio machen, recherchieren, bloggen, layoutieren,... und das alles am besten zugleich und gegen mickriges Zeilenhonorar. Natürlich ist das das Ende des Journalismus, für den ich stehe. Spezialisieren Sie sich, arbeiten Sie sich auf einem Fachgebiet ganz besonders gut ein. Die deutschen Kollegen tun dies – und feiern damit Erfolge. Gehen Sie nie unvorbereitet zu einem Interview. Nur wer sich auskennt, kann entsprechend wichtige Fragen stellen und wichtige
Zusammenhänge herstellen – genau das ist die Aufgabe eines investigativen Journalisten.

Lästige Fragen zu stellen ist eine unangenehme, eine riskante, eine  bisweilen undankbare Aufgabe. Ich habe den Eindruck, dass Lästigkeit nicht immer die Karriere fördert. Wir sehen das ja jeden Tag: Interviews mit Mächtigen verkommen gerne zur Phrasendrescherei, weil nur wenige wirklich
nachhaken wollen. Diese Demut vor angeblich Mächtigen, sie ist nicht geboten, der Respekt vor den Institutionen eines Rechtsstaates hingegen
schon. Das „Wachhunde der Demokratie“ –Urteil, erfolgte, weil eine Zeitung dafür bestraft wurde, nachdem sie unabhängige Richter kritisiert hatte.
Das sei keine Straftat, sondern geradezu die Pflicht der Presse, so das Menschenrechtsgericht. Wenn die Presse aber damit aufhört, ihr Ohr an die gepolsterten Türen des Staates zu legen, dann verdient sie auch diese grundrechtlich abgesicherten Privilegien nicht mehr.

Aufdeckungsjournalismus besteht nicht nur darin, große Skandale exklusiv zu enthüllen. Er besteht vor allem auch darin, Fragen zu stellen, warum Skandalen in diesem Land nicht nachgegangen wird. Warum Richter nicht ermitteln, warum sich Behörden oft als Leibwächter der Politik verstehen, denn als Hüter des Rechts.

Als ich vor zwei Jahren in den Besitz eines Videos einer tödlichen Polizeiaktion im Stadtpark kam, als danach viele geschockt waren, dass untätige Beamte auf einem reglosen Afrikaner stehen, die Hände im Hosensack, da schrieb die Kronenzeitung: Auf dem Video sei „Nichts zu sehen!“ Die Schriftstellerin Elfriede Jelinek aber schrieb: „Man sieht das Nichtstun“. Medien muss es auch um dieses „Nichtstun“ gehen, um die Ignoranz, die Kameraderie, den Corpsgeist, die Untertänigkeit und Untätigkeit und auch um die Beißhemmung der Justiz, die auffallend oft dann eintritt, wenn es gegen Politiker oder gegen die eigenen Reihen geht. Da entsteht immer öfter der Anschein, dass
brisante Fälle einfach „wegadministriert“ werden. Lästige Fragen zu stellen ist unangenehme, eine riskante, eine bisweilen undankbare Aufgabe. Ich
habe den Eindruck, dass Lästigkeit nicht immer die Karriere fördert. Wir sehen das ja jeden Tag: Interviews mit Mächtigen verkommen gerne zur
Phrasendrescherei, weil nur wenige wirklich nachhaken wollen.

Diese Demut vor angeblich Mächtigen, sie ist nicht geboten, der Respekt vor den Institutionen eines Rechtsstaates hingegen schon. Das „Wachhunde der Demokratie“–Urteil, erfolgte, weil eine Zeitung dafür bestraft wurde, nachdem sie unabhängige Richter kritisiert hatte. Das sei keine Straftat, sondern geradezu die Pflicht der Presse, so das Menschenrechtsgericht. Wenn die Presse aber damit aufhört, ihr Ohr an die gepolsterten Türen des Staates zu legen, dann verdient sie auch diese grundrechtlich abgesicherten Privilegien nicht mehr. Dann werden Journalisten eines Tages zu Recht zu „Content-Managern“ degradiert werden, wie das so schön neumodisch heißt. Dann haben Sie ihre Ausbildung hier umsonst genossen, denn dann wird man uns Journalisten nicht mehr brauchen.

Florian Klenk ist Journalist und Jurist. Er arbeitete acht Jahre für die Wiener Stadtzeitung Falter und wechselte dann als Redakteur zur ZEIT nach Hamburg. Seit Mai 2012 ist er Chefredakteur des Falter. Für seine journalistische Arbeit wurde er u.a. mit dem Kurt Vorhofer-Preis, dem Claus Gatterer Preis und dem Concordia-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet. 2005 wurde er von einer Jury zum Journalisten des Jahres in Österreich gewählt, 2007 und 2008 war Klenk „investigativer Journalist des Jahres“. 2010 erhielt er den Alfred-Worms-Preis für investigativen Journalismus. Klenk war im Sommersemester 2010 Theodor-Herzl-Dozent für Poetik im Journalismus am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien (unterstützt vom KfJ).

Schreibcoaching, 9.-10.5.2017, KfJ.Salzburg

Tipps und kreative Übungen begleiten Sie ein halbes Jahr, beim gemeinsamen Start werden Kreativmethoden vorgestellt und ausprobiert. Am Ende des Coachings teilen Sie Ihre Erfolge und entwickeln Pläne, wie Sie das Erreichte im Alltag verankern.

 


Meinung im Blatt, 15.-16.5.2017, KfJ.Salzburg

Meinungsjournalismus ist ein großer Trend: Kommentar, Glosse, Leitartikel, Kolumne und Essay werden gerne gelesen, sie sorgen für Orientierung und stärken so das Profil Ihres Mediums. Im Workshop steht die praktische Textarbeit mit dem Profi im Mittelpunkt.


Fake News, 16.5.2017, KfJ.Wien

Hinter Kommentaren auf Facebook, Twitter & Co steckt häufig eine Propagandasoftware, Social Bots genannt. Die sozialen Medien spülen jede Menge solcher Falschmeldungen auf die Redaktionsserver und Journalistenrechner. Im eintägigen Workshop lernen Sie Methoden und Strategien, um...