Heraus aus den VIP-Logen

Dreihundert Euro Preisgeld bei Reisekosten von tausend Euro, dazu ein Zuschuss von vierhundert Euro vom Triathlon-Verband – dass hier trotzdem noch ein dickes Minus herauskommt, fällt jedem gleich auf. Triathlet Franz Höfer rechnet schon seit Jahren auf diesem Niveau. Während Fußballklubs Subventionen für ihre verheerende Finanzpolitik fordern, kämpfen professionelle Triathleten, Schwimmer, Radfahrer und viele mehr täglich ums finanzielle und somit auch sportliche Überleben. Dabei wäre es so einfach: Ein gut organisierter Triathlon-Bewerb kann Massen anlocken; bestes Beispiel ist der Weltcup in Hamburg mit 150.000 Zuschauern und der Wörthersee-Ironman – nur die Initiativen fehlen. Die Preisgelder würden sich erhöhen und der Sport auch in den Medien die verdiente Anerkennung finden. Solange die Sportpolitik aber weiterhin in den VIP-Logen der Fußballstadien gemacht wird, müssen die Vertreter von Randsportarten auf finanzielle Unterstützung verzichten.

Markus Rosskopf

 

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