| Kein
Stau in der Luft
Der
Flughafen Salzburg bewältigte die zusätzlichen Belastungen durch
das Weltwirtschaftsforum ohne Probleme.
Das
Gedränge in Salzburgs Luftraum hält sich ohnehin in Grenzen.
An einem durchschnittlichen Sommertag müssen die Fluglotsen sowie
die Bediensteten des Flughafens etwa 100 Flugbewegungen (50 Flugzeuge)
bewältigen. Das Weltwirtschaftsforum brachte zusätzliche 110
Flugbewegungen innerhalb jener drei Tage, die das Treffen gedauert hat.
Laute
Fluggeräte
Der
Wirtschaftsgipfel spülte Krachmacher nach Salzburg, die nach den herkömmlichen
Regelungen der Zivilluftfahrt keine Landeerlaubnis erhalten würden.
Wie kann das umgangen werden? Ganz einfach. Man nehme den lauten Flieger,
deklariere flugs die Maschine als Staatsflugzeug und schon gibt es eine
Ausnahmegenehmigung. Einer der prominentesten Teilnehmer des Forums, der
serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic war Nutznießer dieser
Regelung.
Vor
allem die Anrainer des Flughafens mussten sich während der Zeit des
Weltwirtschaftsforums auf eine zusätzliche Minderung der Lebensqualität
einstellen. Von sechs Uhr morgens bis eine Stunde nach Betriebsschluss
wurde das Flughafengelände von Hubschraubern des Innenministeriums
und des Bundesheeres überwacht.
Lärmbelastung
Der
normale Flugbetrieb auf dem Flughafen ist auf den Zeitraum zwischen 6 Uhr
morgens und 23 Uhr abends beschränkt. Darüber hinaus werden in
Zusammenarbeit mit den österreichischen und bayerischen Behörden
laufend Maßnahmen zur Lärmminderung entwickelt.
Um
auf die zum Teil massiven Proteste aus der Bevölkerung reagieren zu
können, benutzt die Flughafen-Betriebsgesellschaft ein Flugwegaufzeichnungssystem,
dem so genannten "Besen" (siehe Abbildung 3). Damit werden die An- und
Abflugwege exakt dokumentiert. Die Starts und Landungen werden durch die
Fluglotsen so verteilt, dass keine Anrainergemeinde über Gebühr
belastet wird.
Von:
Karl-Heinz Leitner |