| "Sagst
du ja, bleibst du da. Bei nein gehst du heim"
Seinen
letzten großen Auftritt als Salzburgs Polizeidirektor ließ
sich Karl Schweiger nicht nehmen. Seit Monaten bereitete er die Sicherheitsmaßnahmen
für den Weltwirtschaftsgipfel vor. Mit Anfang Juli wechselt er als
Amtsdirektor ins Magistrat Wels.
The
Site: Herr Polizeidirektor, mit wievielen Demonstranten rechnen Sie?
Karl
Schweiger: Wir erwarten 5000 Demonstranten - egal ob die Demo genehmigt
ist oder nicht.
Wieviele
Beamte sind im Dienst?
Genaue
Zahlen sage ich nicht. Es kommen Kollegen vom Neusiedlersee bis zum Bodensee.
Wie
teuer wird der Einsatz?
Der
kostet sicher mehr als 50 Millionen Schilling.
Wie
werden die Anrainer auf die Demo vorbereitet?
Wir
suchen den persönlichen Kontakt. Wer zum Beispiel eine Parkberechtigungskarte
hat, wird keine Probleme haben durch die Sperren nach Hause zu kommen.
Aber für diese Sache brauchen wir sicherlich viel Fingerspitzengefühl.
Werden
Beamte auch in den Hotels der WEF-Gäste eingesetzt?
Viele
Gäste haben ihre eigenen Leute mit. Aber die Hotels werden trotzdem
von bis zu acht Polizisten bewacht. Wir müssen darauf achten, dass
alle Zugänge überprüft werden. Bei besonders gefährdeten
Gästen sichern wir auch den Gangbereich.
Wie
wollen Sie sich vor gewaltbereiten Demonstranten schützen?
Taschen
und Rucksäcke werden auf jeden Fall durchsucht. Zur Demo kommen nur
diejenigen, die dazu bereit sind. Frei nach dem Motto "Sagst du ja, bleibst
du da. Bei nein gehst du heim".
Werden
Ihre Leute im Notfall auch von der Waffe Gebrauch machen?
Im
Notfall ja. Aber wir werden alles unternehmen, um Gewalt nicht mit Gewalt
zu bekämpfen.
Danke
für´s Gespräch.
Von:
Michaela Reibenwein
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