Österreichisches Journalisten-Kolleg wird kompakter und intensiver


UT Das Österreichische Journalisten-Kolleg, die Grundausbildung im Kuratorium für Journalistenausbildung (KfJ) startet im 20. Jahr neu durch

Das Österreichische Journalisten-Kolleg, die berufsbegleitende Ausbildung für Journalisten in Österreich, startet im Herbst zum 20.

Mal. Hinter einer langen Tradition steht ab September ein neues Konzept. Aus den bisher dreiwöchigen Modulen werden zweiwöchige, E-Learning dient der Vertiefung, in einer täglichen Redaktionskonferenz wird die unmittelbare Umsetzung geplant, Verantwortung und Haltung werden stärker betont, Crossmedialität setzt nicht mehr in der Produktion sondern schon in der Planung an.


Kompakt und intensiv


Damit die Ausbildung mit dem Redaktionsalltag besser vereinbart werden kann, wurden die Anwesenheitsphasen von zwölf auf neun Wochen gekürzt und mit E-Learning unterstützt. Die Inhalte bleiben so umfassend wie sie waren. Das Kunststück gelingt mit der stärkeren Verschränkung der Inhalte und einer E-Learning-Plattform, auf der zwischen den Modulen weitergearbeitet wird. Das Lernen wird so flexibler und besser in den journalistischen Alltag integrierbar.


Die Teilnehmer des Journalisten-Kollegs kommen aus ganz Österreich.

Dadurch fließen die Erfahrungen aus verschiedenen Redaktionen zusammen und bieten eine breite Basis für das journalistische Arbeiten und Lernen. „Professionalisierung heißt für uns immer persönliche Weiterentwicklung. Wir stärken Journalisten in ihren praktischen Fähigkeiten und in ihrer Persönlichkeit, denn Offenheit, Verantwortung und Haltung sind die Grundlage guter journalistischer Arbeit“, sagt Elisabeth Wasserbauer, Geschäftsführerin des Kuratoriums für Journalistenausbildung (KfJ). Das sind die Fundamente der Ausbildung.

In vier Modulen zu je zwei Wochen werden dazu handwerkliche Sicherheit und fachliches Wissen vermittelt: Themenfindung, Recherche, Medienrecht, Sprache und Stil, Darstellungsformen, Selbstpräsentation, Politik und Wirtschaft. In der täglichen Redaktionskonferenz werden die neuen Kompetenzen an die journalistische Praxis angebunden, in einem einwöchigen Abschlussprojekt werden sie in der Entwicklung eines mehrmedialen Produkts angewendet.


Journalistisches Denken und das Beobachten von Phänomenen stehen am Beginn, erst in einem zweiten Schritt folgt die Entscheidung, in welchen Kanälen und Formaten die Inhalte verbreitet werden.

Crossmedialität ist dabei kein Schlagwort, sondern integraler Bestandteil des journalistischen Denkens. Das Journalisten-Kolleg ist seit Beginn mehrmedial, Print, Hörfunk und seit seinen Anfängen Online-Journalismus sind im Aufbau angelegt. „Wir gehen nun noch einen Schritt weiter: Journalismus ist die Grundlage, alle Verbreitungsformen, die es gibt und die noch kommen werden, setzen darauf auf. Wir bilden also keine Zeitungs-, Magazin-, Radio- oder Online-Journalisten aus, sondern Journalisten mit starken Kompetenzen, von denen eine der Umgang mit verschiedenen Medien und Formaten ist“, sagt Wasserbauer.


Zertifikat der Medien-Sozialpartner


Das KfJ bietet das Österreichische Journalisten-Kolleg seit 20 Jahren an und hat mit dem Vorläufer, dem Grundkurs, bereits 1974 begonnen, im Auftrag der Medien-Sozialpartner Redakteure umfassend und praxisnah auszubilden. Im Kollektivvertrag wurde das Journalisten-Kolleg als Messlatte für die Ausbildung von Redakteuren verankert. Damit ist das Journalisten-Kolleg die älteste und renommierteste Ausbildung für Journalisten in Österreich. Es richtet sich vor allem an berufstätige Journalisten und wird mit einem Zertifikat der Medien-Sozialpartner anerkannt.


Quereinsteiger sind beim Journalisten-Kolleg seit jeher willkommen, betont Wasserbauer: „Wir begrüßen es sehr, wenn Menschen mit einer branchenfremden Ausbildung sich für den Beruf entscheiden. Der Journalismus braucht Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und Biografie um seine demokratiepolitische Aufgabe erfüllen zu können.

Diversity – eine Vielfalt der Perspektiven ist dabei ein wichtiges Element. Wir vermitteln im Journalisten-Kolleg die journalistische Haltung, das praktische Handwerk und den Blick über den Tellerrand, damit die Leidenschaft für den Beruf fachlich und ethisch gestützt wird.“

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Das Kuratorium für Journalistenausbildung, die Österreichische Medienakademie dient der berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung aller Journalisten in Österreich. Sie wurde 1978 von der Journalistengewerkschaft, vom Verband Österreichischer Zeitungen und vom Österreichischen Zeitschriftenverband gegründet. Über 15.000 Teilnehmer haben das Kursangebot des KfJ bisher genutzt. Derzeit organisiert das KfJ jährlich rund 60 Seminare, Workshops und Lehrgänge. Darüber hinaus vergibt das KfJ Stipendien für Ferialvolontariate in österreichischen Medienbetrieben an Studierende aller Studienrichtungen.

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Das 20. Österreichische Journalisten-Kolleg startet am 25. September 2011. Vier Module zu je zwei Wochen finden in Salzburg (drei Module) und Wien (ein Modul) statt, eine Woche lang wird eine Abschlussarbeit produziert, dazwischen wird in E-Learning-Phasen gelernt.

Storytelling, 19.-20.4.2017, KfJ.Wien

Wie mache ich mein Thema spannend und lebendig? Auch das wiederkehrende, vermeintlich trockene Thema? Da hilft das Werkzeug des Storytelling.

 


Fotografie Basisworkshop, 24.-25.4.2017, KfJ.Wien

Was ein funktionierendes Pressefoto ausmacht, zeigt die mehrfach ausgezeichnete APA-Fotografin Barbara Gindl in diesem Workshop. Sie gibt Tipps, wie aussagekräftige Bilder ohne großen technischen Aufwand gelingen.


Titel, Vorspann, Bildtext, 25.-26.4.2017, Salzburg

Ein guter Titel, eine packende Bildunterschrift - von den kleinen Texten hängt es ab, ob sich Leser einem Text widmen. Referent Steffen Sommer zeigt in diesem Workshop, was einen gelungenen Einstieg in die Geschichte auszeichnet.