05.09.2019 / Salzburg

Suizid-berichterstattung

Die Situation von Journalisten in Bezug auf die Berichterstattung über Suizid ist durch ein besonderes Spannungsfeld gekennzeichnet. Empfehlungen zur Zurückhaltung bestimmter Informationen stehen in einem Widerspruch zu einer detaillierten und umfassenden Darstellung eines bedeutenden Ereignisses. Die journalistische Arbeit sollte jedoch zum Thema Suizidalität vor dem Hintergrund möglicher Nachahmungssuizide eingehend reflektiert werden.

Lernen Sie in diesem Seminar:

  • wann und unter welchen Bedingungen die Berichterstattung über Suizide sinnvoll ist,
  • wie die Zusammenarbeit zwischen Medienvertretern und Experten bei der Suizidberichterstattung optimiert werden kann,
  • welche Rolle der Journalist in der Suizidprävention leisten kann.

Das Seminar richtet sich an:

  • Medizin- und Gesundheitsjournalisten, die ihr Fachwissen in diesem speziellen Feld erweitern möchten,
  • Ressortleiter, Chefredakteure und redaktionelle Mitarbeiter, die Sensibilität in der Suizidberichterstattung aufbauen wollen sowie generell an
  • Print- und Onlinejournalisten, die sich im Spannungsfeld der Suizidberichterstattung befinden.

So läuft das Seminar ab:

  • Sie erhalten zunächst Inputs zu Suizidalität (Formen, Motive, Einschätzungen, Vorurteile) und Hilfsangeboten (Kriseninterventionsteam, Suizidpräventionsplan)
  • Im nächsten Teil werden Forschungsergebnisse des Imitationseffekts nach Berichten über Suizid behandelt.
  • Ebenso wird auf suizidpräventive Berichte, also solche, die Suizide verhüten helfen, eingegangen (Papageno Effekt).
  • Empfehlungen für die Medien werden gegeben.
  • In mehreren Übungen wird das Wissen sofort konkret angewendet.

Termin

Datum: 05.09.2019
Uhrzeit: 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr inkl. Pause
In Summe erhalten Sie also wertvolle Seminarzeit von insgesamt 3,5 Stunden.
Teilnahmegebühr: kostenlos
Anmeldeschluss: 14.08.2019
Referent/in:

Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Thomas Niederkrotenthaler, PhD. MMSc. ist assoziierter Professor im Zentrum für Public Health an der Medizinischen Universität Wien und ist Experte im Themenkomplex des Suizids und dessen medialer Berichterstattung.

Mag. Gerald Tomandl ist Klinischer Psychologe und Psychotherapeut im Kriseninterventionszentrum Wien. Er weist langjährige Erfahrung in Lehrtätigkeiten zu den Themen „Krisenintervention und Suizidprävention“ sowie „Medienberichterstattung über Suizidalität“ vor und hat Publikationen zu diesen Themen veröffentlicht.

Service:

Anreise:
Wir haben für Sie alle Varianten der Anreise übersichtlich online dargestellt. So finden Sie zu uns.

Übernachtung:
Wenn Sie eine Übernachtung benötigen, wenden Sie sich bitte an eines unserer Partner-Hotels.

Für Rückfragen:
Steht Ihnen gerne unser Seminarleiter Lucas Kröll unter kroell@kfj.at oder +436644282591 zur Verfügung.

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