Stipendien für das Journalisten-Kolleg

Freie Journalisten unterstützt das KfJ mit Stipendien für die Teilnahme an der berufsbegleitenden Basisausbildung, dem Österreichischen Journalisten-Kolleg. Studierende der Kommunikationswissenschaft an den Universitäten Wien und Salzburg können sich für ein Vollstipendium bewerben.

Stipendien für freie Journalisten
Für freie Journalisten stehen Stipendien in Höhe von je 1.000 Euro zur Verfügung. Vermerken Sie auf Ihrer Bewerbung das Ansuchen für ein Stipendium und legen Sie eine Bestätigung des Mediums/der Medien bei, für das/die Sie arbeiten.

Stipendien für Studierende
Für das Österreichische Journalisten-Kolleg vergibt das KfJ je ein Vollstipendium an Studierende der Kommunikationswissenschaft/Publizistik in Wien und Salzburg. Bewerbung an Univ. Prof. Klaus Lojka (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Universität Wien) oder Univ. Prof. Dr. Rudi Renger (Fachbereich Kommunikationswissenschaft, Schwerpunkt Journalistik, Universität Salzburg). Auf Basis des Assessment-Centers wird über die Vergabe der Stipendien entschieden.

Stipendien für Journalisten aus Niederösterreich
Für Journalisten aus Niederösterreich (Wohnort und/oder Arbeitsplatz) steht ein Sonder-Stipendien in der Höhe von 2.500 Euro zur Verfügung. Auf Basis des Assessment-Centers wird über die Vergabe des Stipendiums entschieden.

Förderungen
Die Teilnahme am Österreichischen Journalisten-Kolleg wird von verschiedenen Förderstellen unterstützt. Die Förderungen sind je nach Bundesland und Arbeitsverhältnis unterschiedlich. Wir haben einen Überblick über die Fördergeber zusammengestellt.

Stipendien für ein Volontariat als Berufseinstieg

Volontariate sind der klassische Einstieg in den Journalismus. Weil Studierende in den Sommermonaten Geld verdienen müssen, unterstützt das KfJ diese teilweise unbezahlten Volontariate mit Stipendien. So können Studierende den Beruf kennenlernen und Redaktionen neue Mitarbeiter.

Das KfJ vergibt Stipendien für einmonatige Volontariate bei österreichischen Medien an Studierende aller universitären Studienrichtungen in Österreich. Die Stipendien erleichtern Interessierten den Weg in die journalistische Praxis.

Wer sich in einer Redaktion um ein Volontariat bewirbt, kann sich auf diese Ausschreibung beziehen. Alle Redaktionen der tages- und wochenaktuellen Medien, der APA, der ORF-Studios und jener Privatradios, an denen ein österreichischer Zeitungs- oder Zeitschriftenverlag beteiligt ist, sind über diese Stipendienaktion informiert. Für ein einmonatiges Volontariat erhalten Sie ca. 752,11* Euro. Jede Person kann nur einmal ein Stipendium erhalten. Über die Vergabe wird nach Einreichschluss im April entschieden.

* Die Höhe des Stipendiums entspricht dem Betrag für Volontariate laut Kollektivvertrag für Redakteure und Redakteursaspiranten bei österreichischen Tages- und Wochenzeitungen und wird im Juni 2017 angepasst. Die formalen Voraussetzungen haben Gründe, die in der Förderstruktur des KfJ liegen, und sind daher nicht veränderbar.

Die Stipendienaktion beinhaltet einen Einführungstag. Inputs zu den Themen Sprache und Verständlichkeit, Medienethik, Medienrecht und journalistische Darstellungsformen vermitteln den Stipendiaten vorbereitend ein journalistisches Grundverständnis und bereiten auf die praktische Arbeit vor. Dieser Einführungstag ist für alle Stipendiaten verpflichtend.

Aus unseren Erhebungen nach Beendigung des Volontariats geht hervor, dass bei einem Fünftel der Stipendiaten das Volontariat zu einer festen freien Mitarbeit führt, bei 46% zu gelegentlicher freier Mitarbeit. Das bedeutet, dass zwei Drittel aller Stipendiaten damit den Weg in die Praxis finden.

Termine
Das Volontariat muss in den Monaten Juli, August oder September absolviert werden. Einreichfrist: 15. Mai 2019. Danach wird über die Vergabe entschieden.

Voraussetzungen für die Bewerbung

  • Schriftliche Zusage für ein einmonatiges Volontariat in einem österreichischen Medium im Juli, August oder September
  • Studierende/r an einer österreichischen Universität (alle Studienrichtungen)
  • österreichische/r Staatsbürger/in

Anforderungen für das KfJ-Stipendium und Voraussetzungen für die Auszahlung:

  • Einreichung des ausgefülltes Bewerbungsformular (beschreibbares pdf) inkl. Studienbestätigung
  • Teilnahme am KfJ-Einführungstag für Stipendiat/inn/en
  • Sie posten zumindest ein Bild während Ihres Volontariats unter Berücksichtigung des Hashtags #kfjstipendien.
  • Nach Ihrem Volontariat schicken Sie uns einen ausgefüllten Fragebogen zurück.

Der Einführungstag findet am 17. Juni 2019 im Kuratorium für Journalistenausbildung in Salzburg statt und ist für die Auszahlung des Stipendiums verpflichtend. Das KfJ erstattet die Kosten für die Anreise (gilt für die Anreise mit dem Zug 2. Klasse max. 30 Euro innerhalb Österreichs bei Vorlage des Originalbelegs).

 

 

Förderungen

Das KfJ ist nach LQW (Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Aus-, Fort- und Weiterbildung) deutschen ArtSet Forschung, Bildung, Beratung GmbH testiert. Somit ist sichergestellt, dass bei allen Veranstaltungen der Lernende im Zentrum steht.

Mitglieder der Salzburger Medienfrauen, des Presseclubs Concordia und des OÖ Presseclubs zahlen vergünstigte Preise (ausgewählte Veranstaltungen). Bitte erkundigen Sie sich bei der jeweiligen Organisation.

Förderungen für KfJ-Kurse können bei folgenden Einrichtungen beantragt werden (Stand 2018, kein Anspruch auf Vollständigkeit):

Österreichweite Förderungen

Qualifizierungsförderung für Beschäftigte (AMS – Arbeitsmarktservice Österreich)
Für Kurse, die bis 31. Dezember 2019 beendet sind, fördert das Arbeitsmarktservice die Kosten für Weiterbildungen von gering qualifizierten und älteren Arbeitnehmer/innen, um diese stärker in betriebliche Weiterbildungsaktivitäten einzubeziehen. Gefördert werden kann die Teilnahme an arbeitsmarktbezogenen, überbetrieblich verwertbaren Kursen mit einer Dauer von mindestens 16 Kursstunden, pro Kurstag werden maximal zehn Kursstunden anerkannt.

Aus- und Weiterbildungsbeihilfen (AMS – Arbeitsmarktservice Österreich)
Das Arbeitsmarktservice fördert Arbeitslose während einer Qualifizierungs- oder Berufsorientierungsmaßnahme, die zu einer Erhöhung der Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt beitragen. In besonderen Fällen können auch Beschäftigte, deren Einkommen eine bestimmte Höhe nicht überschreitet, gefördert werden. Die Höhe der Unterstützung entspricht der Höhe des Arbeitslosengeldes bzw. der Notstandshilfe.

Förderung für private Rundfunksender: Privatrundfunkfonds (RTR – Rundfunk und Telekom Regulierung)
Die Fördermittel dienen der Förderung des österreichischen dualen Rundfunksystems und sollen die Rundfunkveranstalter bei der Erbringung eines hochwertigen und vielfältigen Programmangebots unterstützen. Für Mitarbeiter/innen von Privatrundfunkveranstaltern kann Refundierung der Teilnahmegebühren aus dem Privatrundfunkfonds beantragt werden. Antragsberechtigt sind Rundfunkveranstalter, deren Programme einer Zulassung oder Anzeige iSd AMD-G oder PrR-G bedürfen.

Förderung für nichtkommerzielle private Rundfunksender: Nichtkommerzieller Rundfunksfond (RTR – Rundfunk und Telekom Regulierung)
Die Fördermittel dienen der Förderung des österreichischen dualen Rundfunksystems und sollen die Rundfunkveranstalter bei der Erbringung eines hochwertigen und vielfältigen Programmangebots unterstützen. Für Mitarbeiter/innen von nichtkommerziellen privaten Rundfunkbetreibern kann Refundierung der Teilnahmegebühren aus dem Fonds zur Förderung des nichtkommerziellen privaten Rundfunks beantragt werden. Antragsberechtigt sind nichtkommerzielle Rundfunkveranstalter, deren Programme einer Zulassung oder Anzeige iSd AMD-G oder PrR-G bedürfen.

Werbungskosten im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung (Finanzamt)
Beim Finanzamt können Kurskosten, Fahrtspesen, Nächtigung im Rahmen der ArbeitnehmerInnenveranlagung (Werbungskosten) geltend gemacht werden, wenn keine anderen Förderungen in Anspruch genommen wurden.

Eine Übersicht zu Bildungsförderungen in Österreich finden Sie hier:
Bildungsförderungsdatenbank Österreich (WKÖ – Wirtschaftskammer Österreich)
Datenbank zur Weiterbildungsförderung in der Erwachsenenbildung (BMBWF – Bundesministerium Bildung, Wissenschaft und Forschung)

Für TeilnehmerInnen aus dem Burgenland

Qualifikationsförderungszuschuss Burgenland (Land Burgenland)
Die Bildungsmaßnahme dient der arbeitsmarktpolitisch zielführenden Weiterbildung von burgenländischen Arbeitnehmer/innen, Arbeitslosen, Arbeitssuchenden, Zivil- und Präsenzdienern sowie Männern und Frauen in Karenz mit Hauptwohnsitz im Burgenland, die sich weiterbilden oder den Beruf wechseln möchten und die keine Förderung seitens des AMS oder anderer Stellen für den gleichen Zweck erhalten. Zuschüsse werden nach Maßgabe der vorhandenen Mittel und nach Art des Förderungsfalles vergeben.

Für TeilnehmerInnen aus Salzburg

Salzburger Bildungsscheck (Land Salzburg)
Die Förderaktion dient zur Verbesserung der beruflichen Qualifizierung von Salzburger Arbeitnehmer/innen, die zum Zeitpunkt des Kursbeginns den Hauptwohnsitz im Bundesland Salzburg haben. Es werden ausschließlich berufsorientierte Aus- und Weiterbildungen gefördert, in welchen Qualifikationen vermittelt werden, die entweder unmittelbar im Berufsleben angewendet werden können oder die Voraussetzung für eine angestrebte berufliche Veränderung (Umschulung) sind. Die Förderung wird in Form von Zuschüssen gewährt.

Für TeilnehmerInnen aus Wien

Bildungskonto (waff – Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds)
Der waff fördert Aus- und Weiterbildung für berufstätige und arbeitslose Wiener/innen. Die Höhe der finanziellen Unterstützung liegt bei 300 Euro bis maximal 2.000 Euro und hängt davon ab, ob Sie berufstätig oder arbeitslos sind. Wenn Sie berufstätig sind, ist auch die Höhe des Gehalts entscheidend.

Chancen-Scheck (waff – Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds)
Der waff fördert mit dem Chancen-Scheck die berufliche Aus- und Weiterbildung für Beschäftigte, in Bildungskarenz oder neue Selbständige Wiener/innen mit Hauptwohnsitz in Wien, wenn sie höchstens einen Pflichtschul-Abschluss haben. Das Besondere an dieser Förderung: Der waff übernimmt 90 Prozent der Kurs- und Prüfungskosten und rechnet direkt mit dem Kurs-Institut ab.

> AJOUR (AMS – Arbeitsmarktservice Wien)
AJOUR ist eine vom AMS Wien geförderte Anlaufstelle für Journalistinnen und Journalisten, die arbeitslos, von Arbeitslosigkeit bedroht oder arbeitssuchend sind (PressereferentInnen, ReporterInnen, FotoreporterInnen, KunstkritikerInnen, Online-RedakteurInnen, Radio/FernsehredakteurInnen, Technische(r) RedakteurIn, Video-JournalistInnen, Content-ManagerInnen, InformationsgrafikerInnen bzw. InformationsdesignerInnen in Medien).
Als spezielle Beratungs- und Betreuungseinrichtung unterstützt AJOUR ihre Zielgruppe dabei, so professionell wie möglich eine neue Berufsperspektive oder einen Job zu finden – egal ob in Medien, in verwandten Branchen, in einem völlig anderen Bereich oder als Selbstständige/r. Trifft eine diese Kategorien zu, lädt Sie AJOUR zu einem Erstgespräch ein, bei dem geklärt wird, ob Sie die Voraussetzungen für ein Betreuungsprogramm erfüllen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, entwickeln Sie gemeinsam mit professionellen Beraterinnen und Berater einen maßgeschneiderten Karriereplan und setzen diesen um. Für das Erstgespräch müssen Sie noch nicht formell als arbeitslos oder arbeitssuchend beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldet sein.