Stipendien für ein Volontariat als Berufseinstieg

Volontariate sind der klassische Einstieg in den Journalismus. Weil Studierende in den Sommermonaten Geld verdienen müssen, unterstützt das KfJ diese teilweise unbezahlten Volontariate mit Stipendien. So können Studierende den Beruf kennenlernen und Redaktionen neue Mitarbeiter.

Das KfJ vergibt Stipendien für einmonatige Volontariate bei österreichischen Medien an Studierende einer österreichischen Universität oder Fachhochschule (alle Studienrichtungen). Die Stipendien erleichtern Interessierten den Weg in die journalistische Praxis.

Wer sich in einer Redaktion um ein Volontariat bewirbt, kann sich auf diese Ausschreibung beziehen. Alle Redaktionen der tages- und wochenaktuellen Medien, der APA, der ORF-Studios und jener Privatradios, an denen ein österreichischer Zeitungs- oder Zeitschriftenverlag beteiligt ist, sind über diese Stipendienaktion informiert. Für ein einmonatiges Volontariat erhalten Sie ca. 794,05* Euro. Über die Vergabe wird nach Einreichschluss entschieden.

* Die Höhe des Stipendiums entspricht dem Betrag für Volontariate laut Kollektivvertrag für Redakteure und Redakteursaspiranten bei österreichischen Tages- und Wochenzeitungen und wird jährlich im Juni angepasst. Die formalen Voraussetzungen haben Gründe, die in der Förderstruktur des KfJ liegen, und sind daher nicht veränderbar.

Die Stipendienaktion beinhaltet einen Einführungstag. Inputs zu den Themen Sprache und Verständlichkeit, Medienethik, Medienrecht und journalistische Darstellungsformen vermitteln den Stipendiaten vorbereitend ein journalistisches Grundverständnis und bereiten auf die praktische Arbeit vor. Dieser Einführungstag ist für alle Stipendiaten verpflichtend.

Aus unseren Erhebungen nach Beendigung des Volontariats geht hervor, dass bei einem Fünftel der Stipendiaten das Volontariat zu einer festen freien Mitarbeit führt, bei 46% zu gelegentlicher freier Mitarbeit. Das bedeutet, dass zwei Drittel aller Stipendiaten damit den Weg in die Praxis finden.

Termine
Das Volontariat muss in den Monaten Juli, August oder September absolviert werden. Einreichfrist: Mitte Mai. Danach wird über die Vergabe entschieden. Bitte beachten Sie, dass wir nur eine beschränkte Anzahl an Stipendien vergeben können. Jede Person kann nur einmal ein Stipendium erhalten. Wir reihen daher nach dem Zeitpunkt des Bewerbungseingangs sowie werden Personen bevorzugt, die noch keine Unterstützung erhalten haben.

Voraussetzungen für die Bewerbung

  • Schriftliche Zusage für ein einmonatiges Volontariat in einem österreichischen Medium im Juli, August oder September
  • Studierende/r an einer österreichischen Universität oder Fachhochschule (alle Studienrichtungen)
  • österreichische/r Staatsbürger/in

Anforderungen für das KfJ-Stipendium und Voraussetzungen für die Auszahlung:

  • Einreichung des ausgefülltes Bewerbungsformular (beschreibbares pdf) inkl. Studienbestätigung
  • Teilnahme am KfJ-Einführungstag für Stipendiat/inn/en
  • Sie posten zumindest ein Bild während Ihres Volontariats unter Berücksichtigung des Hashtags #kfjstipendien.
  • Nachweis des Social Media Postings #kfjstipendien mit Nennung des sozialen Netzwerkes sowie dem Erscheinungsdatum.
  • Nach Ihrem Volontariat schicken Sie uns einen ausgefüllten Fragebogen zurück.

Der Einführungstag findet jährlich im Juni im Kuratorium für Journalistenausbildung in Salzburg statt und ist für die Auszahlung des Stipendiums verpflichtend. Das KfJ erstattet die Kosten für die Anreise (gilt für die Anreise mit dem Zug 2. Klasse max. 30 Euro innerhalb Österreichs bei Vorlage des Originalbelegs).

Förderungen

Das KfJ ist nach LQW (Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Aus-, Fort- und Weiterbildung) deutschen ArtSet Forschung, Bildung, Beratung GmbH testiert. Somit ist sichergestellt, dass bei allen Veranstaltungen der Lernende im Zentrum steht.

Mitglieder der Salzburger Medienfrauen, des Presseclubs Concordia und des OÖ Presseclubs zahlen vergünstigte Preise (ausgewählte Veranstaltungen). Bitte erkundigen Sie sich bei der jeweiligen Organisation.

Förderungen für KfJ-Kurse können bei folgenden Einrichtungen beantragt werden (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

Österreichweite Förderungen

Qualifizierungsförderung für Beschäftigte (AMS – Arbeitsmarktservice Österreich)
Für Kurse, die bis 31. Dezember 2019 beendet sind, fördert das Arbeitsmarktservice die Kosten für Weiterbildungen von gering qualifizierten und älteren Arbeitnehmer/innen, um diese stärker in betriebliche Weiterbildungsaktivitäten einzubeziehen. Gefördert werden kann die Teilnahme an arbeitsmarktbezogenen, überbetrieblich verwertbaren Kursen mit einer Dauer von mindestens 16 Kursstunden, pro Kurstag werden maximal zehn Kursstunden anerkannt.

Aus- und Weiterbildungsbeihilfen (AMS – Arbeitsmarktservice Österreich)
Das Arbeitsmarktservice fördert Arbeitslose während einer Qualifizierungs- oder Berufsorientierungsmaßnahme, die zu einer Erhöhung der Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt beitragen. In besonderen Fällen können auch Beschäftigte, deren Einkommen eine bestimmte Höhe nicht überschreitet, gefördert werden. Die Höhe der Unterstützung entspricht der Höhe des Arbeitslosengeldes bzw. der Notstandshilfe.

Förderung für private Rundfunksender: Privatrundfunkfonds (RTR – Rundfunk und Telekom Regulierung)
Die Fördermittel dienen der Förderung des österreichischen dualen Rundfunksystems und sollen die Rundfunkveranstalter bei der Erbringung eines hochwertigen und vielfältigen Programmangebots unterstützen. Für Mitarbeiter/innen von Privatrundfunkveranstaltern kann Refundierung der Teilnahmegebühren aus dem Privatrundfunkfonds beantragt werden. Antragsberechtigt sind Rundfunkveranstalter, deren Programme einer Zulassung oder Anzeige iSd AMD-G oder PrR-G bedürfen.

Förderung für nichtkommerzielle private Rundfunksender: Nichtkommerzieller Rundfunksfond (RTR – Rundfunk und Telekom Regulierung)
Die Fördermittel dienen der Förderung des österreichischen dualen Rundfunksystems und sollen die Rundfunkveranstalter bei der Erbringung eines hochwertigen und vielfältigen Programmangebots unterstützen. Für Mitarbeiter/innen von nichtkommerziellen privaten Rundfunkbetreibern kann Refundierung der Teilnahmegebühren aus dem Fonds zur Förderung des nichtkommerziellen privaten Rundfunks beantragt werden. Antragsberechtigt sind nichtkommerzielle Rundfunkveranstalter, deren Programme einer Zulassung oder Anzeige iSd AMD-G oder PrR-G bedürfen.

Werbungskosten im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung (Finanzamt)
Beim Finanzamt können Kurskosten, Fahrtspesen, Nächtigung im Rahmen der ArbeitnehmerInnenveranlagung (Werbungskosten) geltend gemacht werden, wenn keine anderen Förderungen in Anspruch genommen wurden.

Eine Übersicht zu Bildungsförderungen in Österreich finden Sie hier:
Bildungsförderungsdatenbank Österreich (WKÖ – Wirtschaftskammer Österreich)
Datenbank zur Weiterbildungsförderung in der Erwachsenenbildung (BMBWF – Bundesministerium Bildung, Wissenschaft und Forschung)

Für TeilnehmerInnen aus dem Burgenland

Qualifikationsförderungszuschuss Burgenland (Land Burgenland)
Die Bildungsmaßnahme dient der arbeitsmarktpolitisch zielführenden Weiterbildung von burgenländischen Arbeitnehmer/innen, Arbeitslosen, Arbeitssuchenden, Zivil- und Präsenzdienern sowie Männern und Frauen in Karenz mit Hauptwohnsitz im Burgenland, die sich weiterbilden oder den Beruf wechseln möchten und die keine Förderung seitens des AMS oder anderer Stellen für den gleichen Zweck erhalten. Zuschüsse werden nach Maßgabe der vorhandenen Mittel und nach Art des Förderungsfalles vergeben.

Für TeilnehmerInnen aus Kärnten

Bildungsförderung Kärnten (Land Kärnten)
Die Förderung können ArbeitnehmerInnen und freie DienstnehmerInnen, Lehrlinge, ArbeitnehmerInnen die sich in Karenz (z.B. Elternkarenz) befinden oder WiedereinsteigerInnen mit Hauptwohnsitz in Kärnten beantragen. Gefördert werden: Weiterbildungen, die eine nachhaltige berufliche Nutzung erwarten lassen; Berufsspezifische Kursmaßnahmen, die der Absicherung des bestehenden Arbeitsplatzes dienen und eine erhebliche Qualifikationsverbesserung zur Folge haben; Kursmaßnahmen, die den Wechsel in ein anderes Berufsfeld wesentlich erleichtern. Es können nur Kurse und Weiterbildungsmaßnahmen ab einem Mindestumfang von 20 Unterrichtseinheiten zu je mind. 45 min. gefördert werden. Ihr jährliches steuerpflichtiges Einkommen darf max. 30.000 Euro betragen.

Für TeilnehmerInnen aus Niederösterreich

NÖ Weiterbildungsscheck (Land Niederösterreich)
Die Förderung können berufstätige Personen mit maximalen Pflichtschulabschluss sowie Personen, die höhere ausländlische Bildungsabschlüsse haben, in Österreich aber als Hilfskräfte arbeiten, beantragen. Der Hauptwohnsitz muss sich seit mindestens 6 Monaten vor Kursbeginn in Niederösterreich befinden. Die Förderung beläuft sich auf max. 90 % bzw. auf eine max. Förderhöhe von 3.000 Euro der Aus- oder Weiterbildungskosten. Der Teilnehmer hat jeweils einen Selbstbehalt von mind. 10 % und allfällige, den genannten Maximalbetrag übersteigende Kosten zu tragen.

Für TeilnehmerInnen aus Salzburg

Salzburger Bildungsscheck (Land Salzburg)
Die Förderaktion dient zur Verbesserung der beruflichen Qualifizierung von Salzburger Arbeitnehmer/innen, die zum Zeitpunkt des Kursbeginns den Hauptwohnsitz im Bundesland Salzburg haben. Es werden ausschließlich berufsorientierte Aus- und Weiterbildungen gefördert, in welchen Qualifikationen vermittelt werden, die entweder unmittelbar im Berufsleben angewendet werden können oder die Voraussetzung für eine angestrebte berufliche Veränderung (Umschulung) sind. Die Förderung wird in Form von Zuschüssen gewährt.

Für TeilnehmerInnen aus Wien

Bildungskonto (waff – Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds)
Der waff fördert Aus- und Weiterbildung für berufstätige und arbeitslose Wiener/innen. Die Höhe der finanziellen Unterstützung liegt bei 300 Euro bis maximal 2.000 Euro und hängt davon ab, ob Sie berufstätig oder arbeitslos sind. Wenn Sie berufstätig sind, ist auch die Höhe des Gehalts entscheidend.

Chancen-Scheck (waff – Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds)
Der waff fördert mit dem Chancen-Scheck die berufliche Aus- und Weiterbildung für Beschäftigte, in Bildungskarenz oder neue Selbständige Wiener/innen mit Hauptwohnsitz in Wien, wenn sie höchstens einen Pflichtschul-Abschluss haben. Das Besondere an dieser Förderung: Der waff übernimmt 90 Prozent der Kurs- und Prüfungskosten und rechnet direkt mit dem Kurs-Institut ab.

> AJOUR (AMS – Arbeitsmarktservice Wien)
AJOUR ist eine vom AMS Wien geförderte Anlaufstelle für Journalistinnen und Journalisten, die arbeitslos, von Arbeitslosigkeit bedroht oder arbeitssuchend sind (PressereferentInnen, ReporterInnen, FotoreporterInnen, KunstkritikerInnen, Online-RedakteurInnen, Radio/FernsehredakteurInnen, Technische(r) RedakteurIn, Video-JournalistInnen, Content-ManagerInnen, InformationsgrafikerInnen bzw. InformationsdesignerInnen in Medien).
Als spezielle Beratungs- und Betreuungseinrichtung unterstützt AJOUR ihre Zielgruppe dabei, so professionell wie möglich eine neue Berufsperspektive oder einen Job zu finden – egal ob in Medien, in verwandten Branchen, in einem völlig anderen Bereich oder als Selbstständige/r. Trifft eine diese Kategorien zu, lädt Sie AJOUR zu einem Erstgespräch ein, bei dem geklärt wird, ob Sie die Voraussetzungen für ein Betreuungsprogramm erfüllen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, entwickeln Sie gemeinsam mit professionellen Beraterinnen und Berater einen maßgeschneiderten Karriereplan und setzen diesen um. Für das Erstgespräch müssen Sie noch nicht formell als arbeitslos oder arbeitssuchend beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldet sein.